Pädagogische Angebote

Wir bieten ein breites Spektrum an Programmen und Aktivitäten, die nach Wunsch für die Woldenhof-Aufenthalte jahreszeitlich passend zusammen gestellt werden können. Dabei gibt es Differenzierungsmöglichkeiten sowohl für die Kleinsten aus dem Kindergarten bis hin zu anspruchsvollen Programmen, die auch Jugendliche aus der Mittelstufe ansprechen können.

 

Aus folgenden Programmen können Sie nach Absprache wählen:

Tierprogramm

Kinder mit Ostfriesischen Mövchen
Die Kinder füttern die Hühner mit Nudeln vom Vortag. Foto: Jana Kessens

Als Bauernhof mit Rindern, Schweinen, Schafen und Hühnern produzieren wir Lebensmittel für die menschliche Ernährung. Der Umgang mit und die Sorge für die Tiere auf dem Hof ist für viele unserer jungen Gäste prägend. Oft werden die Tiere bereits vom ersten Augenblick auf dem Hof an ins Herz geschlossen. Während des Aufenthaltes können die Kinder jeden Tag bei den Fütterungen helfen. Insbesondere aber an dem Tag mit dem inhaltlichen Schwerpunkt Tierhaltung "Tierprogramm" dreht sich alles rund um unsere Tiere. Futtergewinnung, Füttern und Säubern der Ställe sind für die Kinder immer wieder besondere Highlights ihres Woldenhof-Aufenthalts. Nebenbei bekommen die Kinder dabei ein Gespür für die Zusammenhänge zum Tierschutz und den mit der Haltung von Tieren verbundenen Umweltgefahren. Die Kinder lernen auch hinzuschauen auf die Unterschiede in den Ernährungstypen der Nutztiere sowie die arttypischen Verhaltensweisen. In Zeiten der industriellen Landwirtschaft und der Massentierhaltung ist es uns ein besonderes Anliegen, die Kinder für die Bedürfnisse der Tiere zu sensibilisieren.


Gartenprogramme

Die Hände in der Erde, das Herz im Himmel - neben vielen inhaltlichen Aspekten geht es bei den Programmen rund um das Gartenjahr vor allem auch darum, bei den Schülern ein Gefühl der Wertschätzung für ihre eigenen Handarbeiten zu wecken.

Wer ist nicht stolz, wenn er selbst etwas geerntet und daraus eine leckere Mahlzeit zubereitet hat?

Was hat Bodenfruchtbarkeit mit Regenwürmern zu tun und wie fühlen die sich an?

Je nach Jahreszeit gibt es vieles zu entdecken und der Garten des Woldenhofes stellt ein großes Experimentierfeld dar. Inhalte wie z.B. Naturschutz im Garten, saisonales Gemüse, Bestäubung und Kompostierung werden von den Schülern "ganz nebenbei" aufgenommen.

Apfelprogramm (Spätsommer und Herbst)

Kinder nehmen am Apfelprogramm teil.
Kinder freuen sich auf das Apfelsaft pressen. Foto: Laura Holzenkämpfer

Mit dem Spätsommer hält die Apfelsaison Einzug auf dem NABU-Woldenhof. Die NABU-Obstwiesen am Woldenhof und an anderen von uns in Ostfriesland gepachteten Standorten bescheren uns alljährliche eine reichliche Ernte.

 Bei der gemeinsamen Ernte in der Obstwiese begegnen die Kinder der Artenvielfalt in den hochstämmigen Obstwiesen. Durch das Probieren verschiedener Sorten bekommen die Kinder Zugang zur einstigen Vielfalt der heimischen Sorten und ihren besonderen Vorzügen für verschiedene Nutzungen. Die einen taugen eher für den frischen Verzehr, andere sind besser für Apfelsaft, Apfelkuchen oder zum Einmachen als Apfelmus. Nicht selten löst die Feststellung, dass man durch geschickte Nutzung und Lagerung der alten Sorten auch ohne Importe aus Übersee eine fast ganzjährige Frischobstversorgung sicher stellen kann Erstaunen aus.

 Natürlich probieren wir die verschiedenen Nutzungsformen aus. Standard ist das Pressen von Apfelsaft aus dem gerade gesammelten Obst und der Probiertest verschiedener Sorten.

 Spielerische und einige theoretische Elemente bereichern das Apfelprogramm. Die Artenvielfalt von alten Streuobstbeständen sowie die Bedeutung der Bienen für die Bestäubung spielen eine besondere Rolle.

Hautflüglerprogramm

Biene bedient sich an Wachs
Ganz naher Kontakt zu den Bienen. Foto: NABU Woldenhof

Kinder haben oft panische Angst vor allem was brummt und summt und das meistens ganz zu unrecht, so haben die allermeisten der rund 360 Wildbienenarten in Niedersachsen alles andere im Sinn als zu stechen, zumal sie durch ihren bekanntermaßen großen Fleiß dem Menschen einen enormen Dienst erweisen: Der größte Teil unserer Nutzpflanzen ist nämlich auf die Bestäubung durch die Hautflügler angewiesen.

 

Wir laden in unserem Bienenprogramm die Kinder dazu ein, das spannende Leben im Bienenstaat hautnah zu erleben. Sie erfahren dabei von unserem Imker am Hof etwas über die Honigproduktion und Organisation der Tiere untereinander. In Laufe des Nachmittags weicht dann die Angst vor Bienen und Wespen dem natürlichen Respekt vor diesen einzigartigen Geschöpfen.

 

Nisthilfen basteln

Dass nicht alle Bienen Honigbienen sind und nicht alle Wespen stechen, erfahren die Schüler beim Basteln von Nisthilfen für Solitärbienen und Solitärwespen. Das Programm ist daher auch mehr als eine "Schlechtwetter-Alternative" zu den zahlreichen Outdoor-Aktivitäten, zumal die Kinder auch den unschätzbaren Nutzen der Hautflügler als Bestäuber und biologische Schädligsbekämpfer kennenlernen. Die dabei entstehenden Nisthilfen können mit nach Hause genommen werden und im heimischen Garten aufgehängt werden.

Kartoffelprogramm

Kartoffeln mal ganz anders: Wussten Sie, dass man aus Kartoffeln Kleister herstellen kann? Wir beweisen es Ihnen und bringen Kinderaugen zum Leuchten!

 Wenn es jahreszeitlich passt, können die Schüler beim Auslegen oder der Ernte der Kartoffeln helfen. In jedem Fall wird der Kartoffelacker des Woldenhofes besichtigt und den Schüler die Arbeitsschritte bei dem Anbau der Kartoffeln vermittelt. Häufig ist die Kartoffel schon im Unterricht thematisiert worden, so dass sich viele Anknüpfungspunkte finden.

 Anschließend stellen die Schüler Kleister her und gestalten hiermit ein Bild. Nach Absprache ist es auch möglich, dass zusammen mit den Schülern Chips oder Pommes Frites hergestellt werden.

 


Wollprogramm

Wollprogramm des NABU Woldenhofs.
Die Kinder können einen großen, bunten Ball filzen. Foto: NABU Woldenhof

Bei unserem Wollprogramm lernen die Kinder den Weg der Wolle vom Schaf bis zum Pullover kennen. Sie können anhand der ungewaschenen Wolle feststellen, dass die Wolle Wollfett enthält und dass Schafe in ihrer Wolle Saatgut von Wiesenblumen transportieren. Beim Waschen der Wolle, dem Kämmen und schließlich den ersten kleinen Spinnversuchen, wird deutlich wie viel Arbeit in der manuellen Wollverarbeitung steckt – und wie viel Spaß! Anschließend wird mit den Kindern ein Armband oder ein kleiner Ball gefilzt.


Moorprogramm

Torfkugel in der Hand eines Kindes.
Beim Moorprogramm kann man eine Torfkugel formen. Foto: NABU Woldenhof

Das Hochmoor ist Lebensraum für außergewöhnliche Tiere und Pflanzen. Den seltenen Moorfrosch oder den fleischressenden Sonnentau lernen die Kinder auf einer Erkundungstour kennen und erfahren, wie die Schafherde des Woldenhofs zum Erhalt der Hochmoorheiden beiträgt. Mit dem Moorbohrer gehen die Kinder auf eine kleine Zeitreise in die vergangenen Jahrtausende. Welche Bedeutung der Erhalt der meterdicken Torfschichten auch für den Klimaschutz hat, wird mit den Kindern Schritt für Schritt erarbeitet. Schließlich werden die Kinder am Ende das halbtägigen Programmes auch noch selbst als Moorschützer aktiv und befreien die Moorfläche vom aufkeimenden Birkenaufwuchs. Das Moorprogramm ist zu jeder Jahreszeit durchführbar.

 

Der Vormittag im Moor lässt sich gut mit einem anschließenden Besuch im Moormuseum Moordorf verbinden.

Ab der Sek. I empfehlen wir außerdem den Tag im Gelände mit den Unterrichtsmaterialien aus unserer Moorkiste zu ergänzen, die wir als Teilnehmer an dem Projekt Aktion Moorschutz im Einsatz haben. Gerne planen wir hierfür einen weiteren Nachmittag mit der Klasse ein!


GPS - Dorfrallye

Mit dem GPS - Gerät in den Wiegboldsburer Meeden
Kinder suchen mit Hilfe des GPS - Gerätes die nächste Station. Foto: NABU Woldenhof

Die GPS - Dorfrallye bietet sich sehr gut am Tag der Anreise an, um die unmittelbare Umgebung des Woldenhofes besser kennenzulernen. Zwei Gruppen mit GPS - Geräten ziehen los, damit sie an verschiedenen Orten Rätsel lösen und Spiele spielen, bis sie am Ende gemeinsam mithilfe eines Lösungswortes einen Schatz finden.


Wiesenprogramm

Kinder beim Wiesenprogramm des NABU Woldenhofs
Dini erklärt verschiedene Wiesenkräuter. Foto: NABU Woldenhof

Bei unseren Wiesendetektiven geht es darum, einen fiktiven Mordfall mithilfe eines Blumenstraußes zu lösen. Während dieser spannenden Jagd lernen sie viel über die heimischen Wiesenpflanzen und -tiere, machen Experimente mit Löwenzahn und dürfen mit einer Sense Gras mähen.


Wasserprogramm

Kinder in der Wiegboldsburer Riede. Foto: NABU-Woldenhof
Kinder in der Wiegboldsburer Riede. Foto: NABU-Woldenhof

Das Wasserreichtum Ostfrieslands hat das Land geprägt und war schon immer Segen und Fluch zugleich. Was einst für Überschwemmungen und Nöte sorgte, ist gleichzeitig Lebensraum unzähliger Organismen und das Lebenselixier vieler seltener Tierarten. Grund genug für uns die vielen Gräben, Kanäle und Kolke einmal genauer zu betrachten! Mit Becherlupe und Kescher im Gepäck schauen wir uns genau an, was im Wasser lebt und wollen herausfinden, was uns die kleinen Wassertierchen über die Qualität des Wassers sagen.

Das Wasserprogramm ist kombinierbar mit einer Kanufahrt zum "Großen Meer".

 

 


Programme bei unseren Partnerbetrieben

Melken beim Bauern

Kühe melken bei Bäuerin Beate. Foto: NABU-Woldenhof
Kühe melken bei Bäuerin Beate. Foto: NABU-Woldenhof

Das Melken bei einem benachbarten Betrieb ist ein fester Bestandteil der Klassenfahrt zum NABU-Woldenhof. In aller Frühe, noch vor dem Frühstück, müssen sich die Schüler aus ihrem warmen Bett herausbegeben und auf den Weg zum naheliegenden Milchviehbetrieb machen. Dort werden sie bereits von der Bäuerin und ihren Kühen erwartet.

 Die Schüler bekommen einen Einblick in den Arbeitsalltag der Landwirte und in ihre erste morgendliche Aufgabe - das Melken. Mit viel Geduld und Erfahrung erklärt die Bäuerin die Funktion der Melkmaschine, lässt die Kinder die Kühe streicheln, das Melkzeug ansetzen und mit der Hand ein paar Strahlen Milch aus dem Euter melken.

 Zurück auf dem Woldenhof erwartet die Frühaufsteher ein leckeres Frühstück, das ihre Mitschüler zwischenzeitlich vorbereitet haben. Ob das Glas Milch heute morgen wohl ganz besonders gut schmeckt?

Brot backen in der Mühle

Kinder mit selbstgebackenem Brot. Foto: NABU-Woldenhof
Kinder mit selbstgebackenem Brot. Foto: NABU-Woldenhof

Beim Backen in der Mühle erfahren die Besucher etwas über die Geschichte unseres Dorfes Wiegboldsbur. Im Mittelpunkt steht hierbei natürlich das Auf- und Ableben der Mühle. Nebenbei backen die Kinder ihr eigenes Brot, welches in einem alten Steinofen gebacken wird. Jedes Kind darf am Ende dieses Programmes das selbst gebackene und geformte Brot mitnehmen, um es dann gemeinsam mit der ganzen Klasse zu verzehren.

Besuch beim Bioland-Betrieb Meedehof

Bioland Meedehof
Schüler bei der Hoferkundung. Foto: Rudolf-Steiner-Schule Dortmund

Viele Bio-Betriebe stehen heute den konventionell produzierenden Höfen in Sachen Leistungsfähigkeit und Einsatz moderner Technik in nichts mehr nach. Unser Partnerbetrieb ist ein Beispiel dafür, wie trotzdem viele Kreisläufe auf dem Hof geschlossen werden können. Hier werden nicht nur Eier und Milch erzeugt, sondern auch der größte Teil des Tierfutters, sowie Getreide. Der Junior-Hofleiter erklärt den Kindern dabei, wie die moderne Technik eingesetzt wird, führt durch die Ställe und erläutert, welche Abnehmer es für die Produkte gibt.

Wattwanderung

Wattwanderung in Upleward. Foto: NABU-Woldenhof
Wattwanderung in Upleward. Foto: NABU-Woldenhof

Bei einem Besuch in Ostfriesland darf eine Wattwanderung im weltberühmten Nationalpark an der Nordsee nicht fehlen. Bei einer Führung erlernen die Kinder viele interessante Dinge über das Watt und dessen Lebewesen und Eigenschaften. Natürlich dürfen sie auch selbst im Meer nach Wattwürmern und ähnlichen Tieren suchen.

Wattwanderungen sind auch im Rahmen einer Klassenfahrt mit Zusatzkosten verbunden.


Jahreszeitliche Naturerlebnisprogramme

Kanutour zum Großen Meer (Sommer)

Schüler auf dem Weg zum "Großen Meer". Foto: NABU-Woldenhof
Schüler auf dem Weg zum "Großen Meer". Foto: NABU-Woldenhof

Kanuausflug über die hofnahe Wiegboldsburer Riede bis zum "Großen Meer". Die einfache Strecke dauert etwas 1,5 Stunden. Am Ziel angekommen, können sich die Kinder am Sandstrand und mit einem Eis in der Hand von den "Strapazen" des Paddelns erholen. Da die Rücktour auch noch zu meistern ist, sollte hierfür mindestens ein Vor- oder Nachmittag eingeplant werden.

Die Kanutour ist auch im Rahmen einer Klassenfahrt und in der Regel als kostenpflichtiges Zusatzprogramm buchbar.

Fledermauswanderung (Mai bis September)

Fledermauswanderung
Im Schein der Taschenlampe ist die Fledermaus gut zu erkennen. Foto: NABU Woldenhof

In der Dämmerung starten wir zur Fledermauswanderung durch Wiegboldsbur. Dabei halten wir an verschiedenen Stationen, um etwas über Fledermäuse zu lernen. Meistens sieht man bereits auf dem Weg oder an der Wiegboldsburer Kirche Breitflügelfledermäuse und mit etwas Glück an der Wiegboldsburer Riede auch Wasserfledermäuse. Mit Hilfe von Bat-Detektoren werden die Ultraschallgeräusche hörbar gemacht, was für jedes Kind ein besonderes Erlebnis ist. Im Zusammenhang mit einer Klassenfahrt bieten wir die Fledermauswanderung als abendliches Zusatzprogramm an (2 €/Kind).

Wildgänse beobachten (November bis April)

Wildgänse mit Spektiv beobachten. Foto: NABU-Woldenhof
Wildgänse mit Spektiv beobachten. Foto: NABU-Woldenhof

Ganz nah am Woldenhof versammeln sich im Winterhalbjahr tausende von Wildgänsen in den Wiegboldsburer Meeden. Sie kommen aus Sibirien und dem Eismeer und haben oft mehr als 5.000 Kilometer zurückgelegt, bis sie bei uns geeignete Futterplätze finden. Es sind vor allem Bless-, Nonnen- und Graugänse, die sich mit bloßem Auge, aber noch viel eindrucksvoller mit dem Spektiv beobachten lassen.

Die Kinder erfahren dabei nicht nur etwas über das Leben der Gänse, sondern auch, wie man sich verhalten muss, um die Tiere mit dem Fernglas beobachten zu können, ohne dass sie sich gestört fühlen und das Weite suchen.

Gelegeschutz für Wiesenvögel (März/April)

Nestersuche auf dem Maisacker. Foto: Rudolf-Steiner-Schule Dortmund
Nestersuche auf dem Maisacker. Foto: Rudolf-Steiner-Schule Dortmund

Im Frühjahr herrscht auf den Wiesen und Weiden rund um den Woldenhof ein buntes Treiben. Kiebitze, Austernfischer und Uferschnepfen balzen um die Wette und bereiten ihre Nester vor. Gemeinsam mit den SchülerInnen möchten wir die Vogelwelt der Wiegboldsburer Meeden entdecken. Wir werden dabei gezielt nach Gelegen Ausschau halten. Ist erst eines der gut getarnten Nester gefunden, so kennzeichnen die Kinder den Fundort mit Bambusstöcken, damit das Gelege bei der landwirtschaftlichen Bodenbearbeitung umfahren werden kann. Ein eindrucksvolles Beispiel für aktiven Naturschutz!


Anspruchsvolle Programme für Unter- und Mittelstufe

Lebensraum Moor

Experimente mit der Moorkiste. Foto: Michael Steven
Experimente mit der Moorkiste. Foto: Michael Steven

„Moorschutz ist auch Klimaschutz“ – das gilt es Schülern zu vermitteln, wenn sich gleich mehrere Umweltverbände im Rahmen des Projektes „MooNi“, mit einer Unterrichtseinheit an die weiterführenden Schulen in Niedersachsen wenden. Der NABU-Woldenhof, selbst seit vielen Jahren aktiv im Moorschutz tätig, stellt die von der Biologischen Station Osterholz entwickelten Umweltbildungs-materialien zur Verfügung und führt mit den Schulklassen Versuche zum „Treibhauseffekt“ und zum „Kohlenstoffkreislauf“ durch. Als fester Bestandteil der Lehrpläne vieler Schulen, lässt sich so das Thema Klimaschutz an einem Vormittag auf dem Woldenhof und am Beispiel „Moor“ anschaulich behandeln. Bei der Umsetzung werden daher auch Methoden aus dem naturwissenschaftlichen Unterricht aufgegriffen und von den Schülern selbstständig angewandt.

An den verschiedenen Stationen sollen die Schüler lernen, wie das Moor aufgebaut ist, warum die Bewirtschaftung der Moore einen Einfluss auf das Klima hat und wie sich der Klimawandel auf unsere Umgebung auswirkt. Die Teilnahme an der von der Bingo Umweltlotterie geförderten Unterrichtseinheit ist für die Schulen kostenlos.

Klimawandel und Energiepolitik

Klimaschutzmaßnahmen, Klimaschutz durch den Schutz natürlicher Lebensräume wie den Mooren, Auseinandersetzung mit den Themen Windkraft und Biogasanlagen in Verbindung mit der Besichtigung dieser Anlagen.

Lebenselixier Wasser

Auf einer Kanutour untersuchen die Kinder die Wasserqualität in verschiedenen Gewässern entlang der Wiegboldsburer Riede. Hierfür sind Wasserorganismen wichtige Indikatoren. Sie beschäftigen sich mit der Reinhaltung von Gewässern und finden heraus, woraus die Gefahren für sauberes Wasser resultieren. Dabei besteht auch die Möglichkeit, verschiedene Methoden und Geräte zur Untersuchung von Wasserlebensräumen auszuprobieren. Das Vogelschutzgebiet  "Ostfriesische Meere" zählt zu den größten Feuchtgebieten Niedersachsens und lässt sich am bestem vom Wasser aus erschließen.

Lebensraum Wiese

Grünland in seiner Komplexität, seinem Wert und der Artenvielfalt wird erlebbar. Grundkenntnisse in der Erkennung von Arten (z.B. mit Anlage eines Herbars) werden ebenso vermittelt wie deren Einsatz in der praktischen, naturschutzbezogenen Forschung. Der Schutz von Gelegen der Wiesenvögel vor der landwirtschaftlichen Bearbeitung findet in diesem Programm ebenso ihren Platz wie der Einsatz traditioneller Arbeitsgeräte. Mit Sense und Sichel werden die Kräuterwiesen gemäht und Futter für die Woldenhoftiere geworben. Zur Zeit der Heuernte wird das Kräuterheu für die Heuherberge eingebracht. Bei der Wahl des Schwerpunktes "Natürliche Apotheke Feuchtwiese" kann auch die Herstellung von Tees, Salben und Tinkturen Programminhalt werden.