Unsere neue Freiwilligengeneration!

Seit 2 Monaten aktiv für den Naturschutz

Neue Freiwillige für den NABU-Woldenhof seit September 2019

 

Wiegboldsbur – Sie wollten alle eine Pause nach der Büffelei in der Schule und

bloß nicht noch mal den ganzen Tag im Gebäude sitzen. Die Freiwilligen des NABU-Woldenhofs in Wiegboldsbur, die dort ihren Bundesfreiwilligendienst (BFD) oder ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) absolvieren, sind seit September in das Alltagsgeschehen dort miteingebunden.

 

Den weitesten Weg hatten Clemens und Lilli aus Bayern. Beide wollten an die Küste und hatten nichts gegen eine landschaftliche Veränderung – ein Perspektivwechsel mit allen Sinnen sozusagen. Beide wissen eigentlich schon, was sie nach dem Freiwilligenjahr machen wollen, möchten die Zeit aber trotzdem dazu nutzen, um sich intensiver mit bestimmten Themen auseinander zu setzen. Lilli strebt ein Grundschullehramt an – dabei kann sie erste Erfahrungen durch die Arbeit mit den Kindern auf dem Schulbauernhof sammeln. Clemens hingegen möchte Lebensmittelchemie studieren und interessiert sich vorweg für die Komplexität der Lebensmittelherstellung in der Landwirtschaft. Dazu gehört auch die Aufzucht und Pflege von Tieren. Im Bereich Landwirtschaft ist er da gut aufgehoben.

 

Bei Anne und Sabrina, die beide im Schulbauernhof arbeiten, war die Anreise nicht ganz so weit. Zumindest das Bundesland ist das gleiche geblieben. Der Anreiz auf dem Woldenhof zu arbeiten war die Kombination aus Tierpflege und Kinderbetreuung und – wie beide betonten – beides miteinander zu vereinen. Man lernt dadurch nicht nur viel über Umweltbildung, sondern auch über sich selbst, sagen die Freiwilligen aus Beverstedt und Hildesheim. Auch der Auszug von zu Hause in eine WG ist ein spannender Schritt. Wichtig war beiden vor allem die Naturschutzarbeit und etwas Praktisches zu machen. Anpacken statt rumsitzen und zuhören. Wo es danach hingeht ist noch etwas ungewiss, etwas mit Natur wird es aber wohl werden.

 

Auch Hannes aus dem Wangerland, der im Schulbauernhof arbeitet, hatte die Schule satt, wollte raus in die Natur und gerne was mit Tieren machen. Landwirtschaft fasziniert ihn dabei genauso wie der Lehrerberuf. Durch seinen Vater, der den Hof kennt, entwickelte sich die Idee ein Freiwilligenjahr auf dem Woldenhof zu machen.

 

 

Unsere fünf neuen Freiwilligen werden bis zum Ende des Winters noch von Marika komplettiert, die es nach einem Jahr BFD in der Landwirtschaft auf dem Woldenhof so schön fand, dass sie prompt um ein halbes Jahr verlängerte.

 

Wo die Reise für alle hingehen wird, zeigt sich in den nächsten Monaten. Auf jeden Fall wird es eine aufregende Zeit, in der es viel Neues zu entdecken gibt.

 

Carina Laudemann