Willkommen auf dem NABU-Woldenhof


Schulbauernhof und Landschaftspflege

Für Mensch und Natur

Der NABU Woldenhof und die Wiegboldsburer Mühle
Der Woldenhof und die Wiegboldsburer Mühle vom Libellenteich aus gesehen. Foto: Laura Holzenkämpfer

Der NABU-Woldenhof ist ein vom NABU Niedersachsen aufgebautes Zentrum für Umweltbildung und Naturschutzarbeit im Herzen Ostfrieslands. Er ist der erste Schulbauernhof Niedersachsens. Rechtlicher Träger der Einrichtung ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die Landschaftspflege und Naturerlebnis gGmbH Ostfriesland (LUNO). Auf dem NABU-Woldenhof ist neben dem gleichnamigen Schulbauernhof auch ein umfangreicher, in der Landschaftspflege tätiger landwirtschaftlicher Betrieb angesiedelt.

Wildgänse in den Wiegboldsburer Meeden
Wildgänse in den Wiegboldsburer Meeden. Foto: Michael Steven

Der Hof liegt inmitten einer urigen Kulturlandschaft aus europaweit bedeutsamen Seen, Hoch- und Niedermooren. Er ist umgeben von großen Vogelschutzgebieten, in denen die Rufe von Uferschnepfen und Kiebitzen der Landschaft ihre für Ostfriesland so typische Stimmung verleihen. Der Hof befindet sich in dem kleinen, zu den ältesten Ortschaften der Region zählenden Dorf Wiegboldsbur. Es liegt etwa 15 km von der Seehafenstadt Emden entfernt. Auch die kulturellen Besonderheiten der näheren Umgebung, die nahe gelegene Holländer-Windmühle, eine uralte Kirche und die entlang einer Geländeerhöhung erbauten bäuerlichen Gehöfte, geben dem Dorf einen typisch ostfriesischen Charakter.

Bauerngarten des NABU Woldenhofes
Ein Teil des Bauerngartens. Foto: NABU Woldenhof

Die dörfliche Ruhe täuscht aber, denn fast unbemerkt hat sich die landschaftlich schöne Gegend zwischen Emden und Aurich zu einem Tourismusmagneten gemausert. Zusammen mit dem landwirtschaftlichen Strukturwandel blieb dies nicht ohne Folgen für Natur und Landschaft. Dies ist ein Grund dafür, weshalb sich der NABU Ende der 1990er Jahre entschloss, hier ein NABU-Zentrum aufzubauen. Der um 1858 erbaute Woldenhof ist ein denkmalgeschützes "Gulfhaus": So heißen die Bauernhäuser in Ostfriesland. Bis 2002 wurde der prächtige Hof vom NABU im Rahmen eines "Arbeiten und Lernen"-Projekts durch Jugendliche ohne Schulabschluss komplett saniert und nach den strengen Auflagen der Denkmalpflege umgebaut. Zur Hofstelle gehören auch eine Obstwiese, ein alter Bauerngarten und einige nahe Flächen für die Tiere des Hofes.